Ausflug nach Paestum

Den freien Samstag zwischen beiden Törnwochen habe ich zu einem Ausflug in die antike Ruinenstadt Peastum genutzt. Gut erreichbar von Agropoli per Bus oder Zug. Ich liebe „alte Steine“. Paestum liegt 2 km inland, hatte aber durch eine Lagune Zugang zum Mittelmeer. Die Siedlung umfasst ein großes Areal, es lohnt hier einige Stunden zu verbringen.

Aus Wikipedia: Von den Griechen 600 v.C. als Poseidonia gegründet, wurde die Stadt durch Handel und Landwirtschaft schnell wohlhabend und mit diversen Tempeln und allem was dazu gehört ausgestattet.  274 b.C. eroberten die Römer Kampanien und benannten die Siedlung um in Paestum. Umbauten wurden vorgenommen, die Stadt verlor zunehmend an Bedeutung. 500 b.C. versumpfte und versandete die Gegend, Malaria breitete sich aus und die Stadt wurde verlassen.

Im 9. Jh. von den Sarazenen und im 11. Jh. von den Normannen zerstört, blieben urwaldüberwucherte Tempelanlagen und Gebäudereste zurück. Paestum geriet über viele Jahrhunderte in Vergessenheit und wurde erst 1752 wieder entdeckt, zeitgleich mit Pompeji und Herkulaneum.

Impressionen aus Paestum:

Frauentörns an der Amalfiküste

Im August 2018 war ich mit Starthafen Agropoli 2 Wochen mit Frauentörns unterwegs, mit insgesamt 9 bzw. 19 Frauen auf einer Bavaria 50. Und um hier mal mit dem gängigen Vorurteil aufzuräumen, Frauentörn bedeute Zickenkrieg – ich hab das nie so erlebt. Im Gegenteil. Auch auf diesen Törns wieder: ganz unterschiedliche Frauen, lebendiges Ambiente, beste Stimmung und jede Menge Spaß.

Das malerische Amalfi ist quasi in den Hang hinein gebaut. Gänge und Gässchen im Berg verbinden die Häuser. Ansonsten gibts alles mögliche mit Zitronen. Und der Hafen ist so spektakulär eng, dass alleine reinfahren verboten ist. Das erledigt für alle Schiffe Julio. Kommt mit Schlauchboot angebrettert, springt an Bord, übernimmt das Steuer und manövriert jede Yacht nonchalant um die Felsen, da ist es eine Freude zuzugucken.

Einen Hafentag habe ich dazu genutzt, entlang der Küste zum nächsten Ort Atranti zu laufen. Ein wunderschöner Weg mit tollen Ausblicken, und ein Super Konditionstraining für die Skipperin. Immer hoch und runter durch Gäßchen und Treppchen Den Aufzug, der hoch bis zum Friedhof fährt, hab ich nur fotografiert.

Entlang der Küste segeln wir nordwärts in Richtung der Inseln im Golf von Neapel: Capri, Ischia und Procida

Mir hat es die Insel Procida angetan. Neben Ischia gelegen, ist sie nicht so bekannt und überlaufen. Die Insel hat schon für diverse Filme die Kulisse geboten und irgendwie scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Nettes Städtchen, und der Aufstieg zur Burg lohnt sich wie immer auch.

Ruckzuck ist die erste Törnwoche rum. Mit zügigem Wind gehts zurück. Kleiner Einkehr Schwung in der Ankerbucht um die Ecke, und Ausklang mit Ausblick und lecker Essen in Agropoli.

Aktuell

30.12.18

Viele Grüße aus Funchal auf Madeira! 2016 im Herbst war ich das letzte Mal hier – auf meiner ersten Tour für Barfuss-Segelreisen, mit der „Habib Sanna“ unterwegs von Malaga über Gibraltar bis nach Lanzarote.

Diese Mal sind wir mit der „Emotion“ von Lanzarote gekommen, bzw. von der kleinen Insel La Graciosa nördlich von Lanzarote. 2 Tage und Nächte haben wir gebraucht, bei teils ruppiger See und immer am Wind. Trotzdem hat es allen Spaß gemacht, tolle Crew, und der Landfall war umso schöner.

Silvester in Funchal verbringen ist der Plan. Wunderschön geschmückt die Stadt, traditionelle Märkte und jede Menge zu sehen. Morgen vielleicht noch per Mietwagen die Insel erkunden, abends lecker lecker kochen, sensationelles Feuerwerk und Silvesterparty. Am 2.1.19 gehts dann wieder zurück auf die Kanaren nach Gran Canaria.

Bin mit Fotos sortieren wie immer hinterher – Details und Fotos werden hoffentlich noch nachgereicht 😉

Neulich in Südfrankreich

Von Südfrankreich als Segelrevier hatte ich ein vages Bild von „zu viel Wind – teure Häfen – überfüllt“ im Kopf. Mistral und Schickimicki. Und ich wurde positiv überrascht.

Im Juni war ich zum ersten Mal zum Segeln in diesem Revier. Und hatte dabei auch noch Premiere als Skipperin auf der Sun Odyssey 49i „Emotion“, die seit diesem Jahr die „Flotte“ von Barfuss-Segelreisen bereichert.

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Der Törnstart von „Emotion“ und Schwesteryacht „Inspiration“ war der Port Vieux, der Stadthafen von Marseille. Direkt vor dem alten Rathaus und gegenüber der Kathedrale.

Am Samstag wird noch Proviant gebunkert, in die Kabinen eingecheckt und Essen gegangen. Am Sonntag vormittag dann noch Schiffs- und Sicherheitseinweisung, und dann geht’s los.

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Von Marseille führt uns der erste Schlag ostwärts entlang des zerklüfteten „Massif du Puget“.  Die mit Wasser gefüllte Schluchten in den weißen Kalkfelsen heißen Calanques.

Die Einfahrt in die fjordartigen Einschnitte ist spektakulär.

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In der Calanque de Port Miou machen wir vorne an einer Boje und hinten am Felsen fest (voller Einsatz der Schwimmer_innen)

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Die „Emotion“ und die „Inspiration“ sind die meiste Zeit die einzigen Boote am Bojenfeld.

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Mit dem Dinghi (Beiboot) gehts an Land. Ein gemütlicher Spaziergang entlang der Küste führt uns nach Cassis.

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Nach dem nächsten Segeltag steuern wir einen Ankerplatz an. Die Abendstimmung hat immer was besonderes

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und am Morgen wird erst mal ne Runde geschwommen.

Im Ankerplatz-Kino läuft heute Training für die Waldbrand Bekämpfung

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und das macht dann auch ordentlich Hunger auf was leckeres zu essen an Bord.

Das Wetter zeigt sich frühsommerlich wechselhaft, und meistens können wir gut segeln.

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Im Hafen von Sanary Sur Mer haben wir dann in standesgemäßem Ambiente einen Tag Mistral abgewettert.

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Der Ort ist nicht nur sehr fotogen, er hat auch eine bewegte Geschichte.

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Sanary-Sur-Mer hat schon nach dem ersten Weltkrieg Maler und Schriftsteller aus ganz Europa angezogen. In der Nazi-Zeit wurde der Ort zum Exilzentrum deutscher Emigranten. Unter anderem lebten hier Berthold Brecht, die Geschwister Mann und Stefan Zweig.

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Sehenswert ist auch der Markt – typisch französisch eben.

Und zufällig haben wir auch ein ganz besonderes Spektakel live mitbekommen:

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Auf quasi antiken Booten findet eine Art Schwertkampf statt. Ziel ist es, sich gegenseitig ins Wasser zu schubsen. Wer bei folgendem Zweikampf gewonnen hat, hat sich mir nicht erschlossen:

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Ein weiteres Highlight im Revier waren für uns die Ile de Poquerolles, auch wenn das Wetter teilweise nicht so prickelnd war.

Bis rauf aufs Kastell laufen wir und sehen unsere Ankerbucht mal von oben,

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und abends dann per Dinghi-Express wieder zurück an Bord.

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Auf dem Heimweg noch ein Ankerstop mit Übernachtung in der Calanque de Sormiou,

noch ein schöner Segeltag der Klaksteinküste entlang zurück, noch einmal durch und um die der Stadt vorgelagerten Inselchen und quer durch die Bucht kreuzen, und dann heißt es schon wieder:

„Tschüss Marseille!“

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Von Griechenland nach Ibiza

Technische Probleme, schlechtes Wlan und Zeitmangel haben meine blog-Schreiberei maln wieder ausgebremst. Da ich natürlich jetzt „in echt“ schon wieder ganz anderswo unterwegs bin, hier nur ein schneller Schwenk drüber „was bisher noch geschah“.

Fortsetzung Törn Ionisches Meer:

Mein persönliches Highlight in Paxos ist immer wieder der Besuch von Dodos Taverne. Dodo und seine Frau (die leider nicht aufs Foto wollte) machen alles selbst, inklusve der liebevoll und kreativ gestaltelteten Ausstattung. Einen Bund selbst gezogener Kräuter gibt`s für uns zum Abschied.

Kurz vor Korfu habe ich für mch eine neue Lieblingsmarina entdeckt: Mandraki, gelegen direkt am Fuße des alten Fort. Der Weg in die sehenswerte Innenstadt führt durch die weiträumigen Ruinen der Anlage und entlang der dort angesiedelten Musikhochschule.

Unser Törn mit der Polaris II endet in der Marina Gouvia.

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Per Flieger starte ich von Korfu nach Mallorca – aus der Luft gut zu sehen der Kanal von Lefkas und unser Segelrevier der letzten beiden Wochen.

von hier aus geht`s mit der Habib Sanna über Formentera nach Ibiza.

Guter Segelwind …

… und traumhaftes ankern vor Formentera.

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Mit einer weiteren schönen Törnwoche um Mallorca endet für mich die diesjährige Segelsaison im Mittelmeer.

 

Lefkas – Kloster Faneromeni

Als Ziel für unseren Land-Tag haben wir uns das Kloster Faneromeni ausgeguckt. Das Kloster liegt auf dem Berg und verspricht damit gute Aussichten. Und es liegt mit ca 5 km Entfernung zu Fuß in Reichweite.

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Typisch deutsch in der Mittagshitze entlang der Straße bergauf zu wandern (den schönen Fußweg finden wir erst für den Rückweg), aber was solls. Irgendwie scheint es aber auch ein Pilgerweg zu sein, denn immer wieder passieren wir kleine Schreine. Die anwesenden Ärzte behaupten darin liegen Gallensteine 😣

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Interessant ist auch die Wellblech Architektur, die der grossen Erdbeben Gefahr hier in der Gegend geschuldet ist.

Oben angekommen sind wir erschöpft und zufrieden …

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und schon allein die Aussicht wärs schon wert gewesen.

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Toller Halbrundumblick auf den heute windgeschützten Nordstrand, der schon zum nächsten Abstecher lockt.

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Doch erst mal ist das Kloster dran, das sich als echter Geheimtipp entpuppt. Alles toll gepflegt und topp in Schuss …

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… aber bevor wir Mädels zur Besichtigung schreiten dürfen bekommen wir ne Runde Kittelschürzen verpasst …

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… und so verhüllt …

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… dürfen wir jetzt auch in die Kirche rein.

Draußen telefonieren die Mönche …

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… und bieten uns gastfreundlich Süßigkeiten und Wasser zur Stärkung an.

Hinterm Kloster gibt’s dann noch völlig unerwartet einen liebevoll angelegten kleinen Tierpark und nochmal Ausblick diesmal über die Einfahrt nach Lefkas, den Beginn des Kanals und die Marina.

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Ich geh nicht zurück zum Strand sondern schlage mich nach einem schönen Fußweg Abstieg zurück in die Stadt durch…

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… die nur wegen der Siesta etwas verlassen wirkt.

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Umwege nach Lefkas

Nach Ithaka sind eigentlich die Inseln Kalamos und Kastos unser nächstes Ziel. Bei Flaute tuckern wir los. Da erreicht uns eine Empfehlung unseres Vercharters der uns dringend rät, wegen dem drohenden Starkwind aus Süd am besten schon heute einen sicheren Übernachtungsplatz aufzusuchen. Wir wollen versuchen uns über Nacht in einer der geschützten Buchten an der Nordseite von Meganisi zu vertäuen früh am nächsten Morgen ins nahe gelegene Lefkas zu fahren.

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Die Buchten sind hoffnungslos überfüllt, wir quetschen uns trotzdem in eine Ecke und beim legen der zweiten Landleine gerät uns selbige in den Propeller unseres Steuerbordmotors. Super – auch unsere Nachbarn in der Bucht sind begeistert! Nun arbeiten wir gegen die Zeit, es ist schon später Nachmittag. Zum Glück liegen die Propeller beim Kat nicht so tief. Wir tauchen und mit vereinten Kräften und Einsatz von Brotmesser und Winsch bekommen wir den Propeller wieder frei.

Mir reichts mit buchteln fürs erste, ich nehme das als Zeichen und Bestätigung meines Bauchgefühls. Also Kurs auf Marina Lefkas im letzten Sonnenlicht. In der Luft ist bereits deutlich der Dunst vom Saharasand zu sehen, ein klassischer Vorbote des Starkwindes aus Süd.

 

Eine gute Entscheidung. Früher als angekündigt brist es morgens zügig auf. Einlaufende Yachten haben ordentlich zu kämpfen beim Einparken in ihren Liegeplatz, und ich bin froh dass ich mit dem windanfälligen Katamaran da nicht rangieren muss.

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Wir freuen uns um auf einen Land-Tag in Lefkas.

 

Ithaka – Ormos Vathi

Ormos Vathi heisst „tiefe Bucht“, und schon die Anfahrt hinein ist reizvoll.

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Mit Glück ergattern wir den letzten katamarantauglichen Liegeplatz am Kai.

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Jede Menge Gastronomie mit Blick aufs Wasser …

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… doch den haben wir alle Tage und kehren bei „Poseidon“ ein, hier gibt’s garantiert hausgemachte griechische Küche.

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Der Aufstieg zur Kirche lohnt sich  …

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… schon allein mal wieder wegen dem Ausblick 😀

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Wer genau hinguckt sieht unseren Kat!

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Um die Mittagszeit gehen wir Anker auf. Ein letzter Blick auf die vorgelagerte Lazarett Insel …

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… verlassen wir Ormos Vathi.

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Mittagssnack auf See

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Kefalonia – Ag. Eufemia

Im Örtchen Eufemia hat Hafenmeister George (hier vor seinem Marina Office) alles voll im Griff.

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Wir werden diesmal längsseits geparkt.

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Der Ort ist klein , aber sehr entspannend für einen Land-Tag.

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Grade mal noch rechtzeitig zum berühmten Myrthos Beach gewandert …

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… da zieht auch schon von Süd Wetter auf

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und nachts gibt’s ordentlich Gewitter und Regen, der roten Wüstensand auf unserem Deck ablegt. Alles geputzt und noch mal Lebensmittel im örtlichen „Supermarkt“ gebunkert

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und schon sind wir wieder auf See Kurs Ithaka – leider ohne Wind. Dafür gibt’s einen Bade-Ankerstopp mit Sonne und Sandstrand. …

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… und lecker Häppchen …

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… bevor wir auch schon in die Bucht von Vathi einbiegen …

 

 

Shipwreck-Bay

Wir sind früh aufgebrochen, um noch vor den Ausflugsbooten und bei ruhiger See Griechenlands berühmtestes Wrack zu besichtigen. 1980 strandete hier das Schmugglerschiff Panagiotis, bis an die Halskrause voll mit Zigaretten.

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Wir sind um 9.30 vor Ort und der Anker fällt mittig in der Bucht. Punktlandung. An Land schwimmen, Wrack gucken und dann frühstücken. Die Sonne färbt das Wasser türkis, wunderschön aber ab 10.00 Rummelplatz total. …

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Anker auf und weiter geht’s entlang der spektakulären Westküste von Zakynthos in Richtung Kefalonia – heute ist Flaute schieben und Sonnendeck angesagt.

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